Neue Schutzkleidung

Schutzkleidung
Die Feuerwehr Quickborn angetreten mit der neuen Schutzkleidung


Die Feuerwehr Quickborn hat ein neues Outfit. Die nunmehr über 15 Jahre alte schwarze Schutzbekleidung hat ausgedient und musste dringend ausgetauscht werden. Der alte Anzug entsprach in keinem Punkt mehr den heutigen Sicherheitsansprüchen und bot zudem noch nicht einmal mehr ausreichend Schutz gegen normale Wettereinflüsse wie Regen oder Kälte. Beinahe wäre die alte, nicht mehr sichere Schutzbekleidung einem Kameraden der FF Quickborn noch im letztem Jahr zum Verhängnis geworden. So kam es bei einem Innenangriff während eines Wohnungsbrandes in Quickborn-Heide zu einer Durchzündung infolgedessen ein Feuerwehrmann Verbrennungen 2. Grades davongetragen hat. Nur sehr glücklichen Umständen war es zu verdanken, dass hier nichts schlimmeres passiert war. Vor ca. zwei Jahren hatte sich eine 7-köpfige Arbeitsgruppe unter der Leitung von Schirrmeister Jens Duwe gebildet. Ziel der AG-Bekleidung war es, unter Beachtung der Wirtschaftlich vertretbaren Aufwende eine möglichst optimale Schutzbekleidung für die ehrenamtlichen Retter der Feuerwehr Quickborn zu finden. Es wurden zunächst 21 Treffen mit jeweils 2-3 Stunden aufgewendet, um die auf den Markt befindlichen Angebote zu sondieren, Anbieter auszuwählen, zu begutachten und zu diskutieren. Die beeindruckende Zahl von über 440 Arbeitsstunden dokumentiert deutlich, dass die finale Entscheidung letztendlich sehr gut durchdacht wurde. Darüber hinaus wurden einige ausgewählte Modelle in Feldversuchen über Wochen und Monate im Einsatzdienst der FF Quickborn getragen. Daraus konnten sehr hilfreiche Erkenntnisse gezogen werden. Vor ca. einem Jahr dann viel die Entscheidung auf die Schutzbekleidung Fire Action Matrix X-Treme mit einem PBI Matrix Oberstoff der Firma Texport. Diese Schutzbekleidung zeichnet sich u.a. dadurch aus, absolut wasserdicht aber dennoch atmungsaktiv durch die verwendeten GORE-TEX Membrane zu sein. Zusätzliche Luftpolster durch das Isolationssystem "Air Blocker" im Schulterbereich sowie schwer entflammbare, nicht saugende und ergonomisch vorgeformte Kniepads sind nur einige Features dieser Schutzbekleidung. Die wichtigste Eigenschaft ist aber für die Feuerwehr Quickborn der besonders gute Schutz gegen direkten Flammenbeschlag. Damit wird die aktuell größtmögliche Sicherheit der ehrenamtlichen Kräfte gewährleistet. Die Freiwillige Feuerwehr Pinneberg war einer der ersten Feuerwehren in Deutschland, die diesen neuen Feuerwehr Schutzanzug beschafft hat. In der Zwischenzeit wurden aber bereits viele weitere Feuerwehren wie z.B. auch die Berufsfeuerwehr Berlin mit der PBI Schutzbekleidung ausgestattet. Ungewohnt ist noch die Farbe der neuen Schutzbekleidung. War die Öffentlichkeit es bisher gewohnt ihre Feuerwehr in Schwarzer oder Roter Schutzbekleidung zu sehen. so ist diese neue Schutzbleidung nun in beige Farbe gehalten. Grund hierfür ist einfach, dass das PBI Material diese Basisfarbe hat. Ein einfärben in schwarz oder rot wäre zwar theoretisch möglich, würde aber nach Angaben des Herstellers nicht nur zu Qualitätseinbußen führen sondern auch weitere Kosten verursachen. Aus diesem Grunde wurde darauf verzichtet. Neben dem neuen Schutzanzug wurden auch gleichzeitig die alten Helme gegen neue Helme der Marke Rosenbauer Heros Xtreme ausgetauscht.



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Wehrführer Christof Fehrs (links) und Schirrmeister Jens Duwe mit der neuen Schutzbekleidung

 

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