Einsatz 56-2005
Verkehrsunfall groß, 2 LKW 1 PKW
FW-PI: Autobahn 7: Drei Schwerverletzte bei Unfall zweier Laster
Pinneberg (ots) - Autobahn 7: Drei Schwerverletzte bei Unfall zweier Laster
Datum: Dienstag, 29. März 2005, 16.51 Uhr
Einsatzort: Autobahn 7, Fahrtrichtung Süden kurz vor der Anschlussstelle Schnelsen-Nord
Einsatzart: Unfall
Quickborn/Hamburg – Drei Schwerverletzte hat heute Nachmittag Verkehrsunfall auf der Autobahn 7, Fahrtrichtung Süden, gefordert. Wenige Hundert Meter vor der Ausfahrt Hamburg Schnelsen-Nord fuhr ein Schwerlast-Lkw ungebremst auf einen mit Butter geladenen 40- Tonner auf. Dabei wurde der Fahrer eingeklemmt, seine Frau ebenfalls schwer verletzt. Der Fahrer des vorderen Lasters erlitt ebenfalls schwerste Verletzungen im Wirbelsäulenbereich. Außerdem liefen 400 Liter Dieselkraftstoff aus dem geplatzten Tank des aufgefahrenen Lkw aus. Die Freiwillige Feuerwehr Quickborn übernahm die Rettungsarbeiten, die Berufsfeuerwehr Hamburg anschließend die Bergung und Beseitigung des Umweltschadens. Drei Notärzte, einer davon mit dem Rettungshubschrauber eingeflogen, und die Besatzungen von fünf Rettungswagen versorgten die Patienten.
Das größte Hindernis hatten die ehrenamtlichen Helfer auf der Anfahrt. Auf einer Länge von zwei Kilometern standen die Fahrzeuge in drei Reihen auf der eigentlich nur zweispurigen Fahrbahn. Eine Rettungsgasse wurde nicht freigelassen. „Das kostet wertvolle Zeit“, sagte Einsatzleiter Peter Stehr, Wehrführer der FF Quickborn. Besonders die Großfahrzeuge seien nur sehr schwer zum Einsatzort gelangt, so der verärgerte Stehr. Der Rüstwagen benötigte 20 Minuten.
Die technische Rettung des Lkw-Fahrers war aufwändig. Das Fahrerhaus war nach Angaben von Stehr durch die Wucht des Aufpralls um mehr als einen Meter nach hinten gedrückt worden. Die Wehrmänner setzten parallel hydraulische Schere, Spreizer und Stempel ein, um den Mann aus dem Blechwrack zu befreien. Ein Notarzt hatte den Fahrer soweit stabilisiert, dass die Arbeiten ohne Hektik vonstatten gehen konnten. Etwa eine Stunde nach der Alarmierung war der Fahrer befreit und konnte dem Rettungsdienst übergeben werden. Die Verletzten wurden in die Krankenhäuser Albertinen, Heidberg und Altona eingeliefert.
Um den ausgelaufenen Dieselkraftstoff aufzunehmen, streuten die Helfer mehr als eine Tonne Ölbindemittel aus. Die endgültige Beseitigung übernahm nach Beendigung der eigentlichen Rettungsarbeiten der Umweltzug der Berufsfeuerwehr Hamburg. Die Einsatzstelle liegt auf dem Gebiet der Hansestadt. Wegen der günstigeren Anfahrt ist aber die FF Quickborn primär für diesen Autobahnabschnitt zuständig. Die ebenfalls alarmierte FF Norderstedt brauchte nicht einzugreifen. Für die Bergung der Lkw wurden zwei Kräne angefordert.
Zeiten: 16.50 Uhr: Alarm FF Quickborn und Rettungsdienst 17.04 Uhr: Erstes Fahrzeug am Einsatzort 17.10 Uhr: erstes Großfahrzeug vor Ort 17.50 Uhr: alle Personen gerettet und an Rettungsdienst übergeben
Quelle: KFV Pinneberg
Fahrzeuge: FF Quickborn: ELW 1-1, TLF 16/25, RW 2, DLK 23-12, LF 8, GW-ÖL, TLF 24/50, PKW
FF Norderstedt (in Bereitstellung): ELW 1, RW 2, LF 16/12
BF Hamburg: Technik- und Umweltschutzwache (F 32)
Rettungsdienst: 5 RTW, 2 NEF, RTH, KdoW
Die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr war herrvorragend
Der vordere LKW verlor seine Stoßstange
Aufgrund Schaulustiger staute es sich auf der Gegenfahrbahn mehrere Kilometer
Der LKW-Fahrer wird gerettet
Die PKW-Fahrerin hatte sich lediglich den Arm gebrochen
Der PKW wurde zwischen den beiden Lastwagen herrausgeschoßen, hinter dem PKW liegt die Stoßstange des ersten LKW!
Das Fahrerhaus wurde in den Auflieger gedrückt
Zur Befreiung mußten mehrere hydraulische Geräte eingesetzt werden
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