Atemschutznotfalltraining
Wer rettet eigentlich die Retter?

Unter diesem Motto steht bei den ehrenamtlichen Rettern der Freiwilligen Feuerwehr Quickborn eine neue, weitere Ausbildungsreihe: das Atemschutznotfalltraining, kurz ANT.
Aufgrund von Unfällen bei Feuerwehreinsätzen in Deutschland, die zum Teil sogar tödlich ausgingen, ist das Thema ANT inzwischen bei vielen Feuerwehren aufgenommen worden.
In Quickborn hat sich im vergangenen Jahr unter der Leitung von Zugführer Daniel Nagel ein Team gefunden, welches sich zunächst auf Veranstaltungen und Schulungen in diesem Thema
weitergebildet hat. Die Erfahrungen die dort gemacht wurden, wurden dann zunächst dafür genutzt, eine speziell fur Quickborner Verhaltnisse angepasste Ausrüstung fur den sogenannten
Sicherheitstrupp zusammenzustellen. Daraus entstanden ist dann die Sicherheitstrupptasche, die für einen solchen Notfall notwendige Ausrüstung enthält.
Der Sicherheitstrupp besteht aus mindestens zwei Atemschutzträgern, der bei einem Feuer mit Innenangriff bereit steht, um im Notfall sofort eingreifen zu konnen.
An diesen Sicherheitstrupp werden dabei extrem hohe Anforderungen gestellt. Kommt er tatsächlich zum Einsatz, so bedeutet dies allerhöchste körperliche Anstrengung.
Eine gute Ausbildung, sowie die hierfür benötigte gute Ausstattung sind neben körperlicher Fitheit Grundvoraussetzungen hierfür. Der Trupp muss nicht nur in der Lage sein, neben seiner sowieso aufwendigen Ausrüstung fur einen Innenangriff zusätzlich auch noch die weitere Ausrüstung
eines Sicherheitstrupps mit sich zu führen. Darüber hinaus muss er dann in der Lage sein, den verunglückten Atemschutzträger gegebenenfalls sogar unter Extrembedingungen wie Hitze und Null-Sicht zu betreuen und schließlich zu retten.
In diesem Jahr wurde in Quickborn nun damit begonnen, alle Atemschutzträger in Form eines Sonderlehrgangs in diesem Thema auszubilden. Jeweils an einem Samstag findet ein solcher Grundlehrgang satt.
Doch auch das alleine reicht nicht aus. Die Ausbildung wird daher weiter ausgebaut und zusätzlich werden Auffrischkurse notwendig sein, damit in einem Notfall schließlich alle
Handgriffe sitzen.
Lehrgangsablauf
Zuerst werden die jeweils ca. 10 Teilnehmer eine Stunde lang theoretisch an das Thema Atemschutznotfall herangeführt. Danach geht es in zwei Gruppen aufgeteilt an die praktischen Stationen:
Station 1
Einweisung auf die Sicherheitstrupptasche der FFQ, Umstöpseln des Lungenautomatens bei Null-Sicht, Einbinden einer Person in das Tragetuch bei Null-Sicht





Station 2
Auffinden eines verunglückten Kameraden bei Null-Sicht und Betreuung der Person





Zum Abschluss des Tages gibt es noch 1-2 Übungen, bei denen das erlernte in die Tat umgesetzt wird.







